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Geschichte: Entstehung


Schützen als bewaffnete Bürgerwehren
Schützenbruderschaften als Vereinigungen der Kirche



Es ist historisch sehr schwierig zu bestimmen, wie die Schützenbewegung eigentlich entstanden ist oder wodurch sie ausgelöst wurde. Im Wesentlichen gab es jedoch zwei Strömungen, die vermutlich im 12./13- Jahrhundert aus Flandern ins Rheinland kamen.


Schützen als bewaffnete Bürgerwehren

Im frühen Mittelalter bildeten sich neben den bewaffneten Armeen aus Rittern, die vornehmlich aus adligen Häusern stammten, sog. Bürgerwehren. Diese rekutrierten sich aus Bauern und anderen einfachen Leuten und wurden zu Hilfstruppen ausgebildet. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, in diesen unruhigen Zeiten ihr Eigentum, ihre Familien und ihr Dorf zu verteidigen. So leisteten sie den Wachdienst an den Stadtgrenzen und Stadtmauern und mußten teilweise auch den Heeresdienst bei ihrem Landesherrn ableisten. Später wurde die Bildung von Gilden und Vereinigungen durch das Zunftwesen verstärkt. Die ersten Statuten entstanden, nach denen Voraussetzung für den Eintritt in diese Gilden “Ehrenhaftigkeit” und “Tüchtigkeit im Umgang mit Waffen” war. Um für den Ernstfall vorbereitet zu sein, wurden regelmäßig Schießübungen abgehalten, die auch überregional stattfinden konnten. In Friedenszeiten war dies schließlich das Hauptanliegen der Schützengilden.


Schützenbruderschaften als Vereinigungen der Kirche

Gegen Ende des 14. und zu Beginn des 15 Jahrhunderts entwickelte sich neben den bewaffneten Schützenbruderschaften, eine andere Art von Bruderschaft: die kirchlichen Bruderschaften. Diese machten sich zur Aufgabe, ihre Mitglieder zu einem christlichen Leben zu erziehen und Werke christlicher Nächstenliebe zu tun. Demzufolge gründeten sich z. B. Wallfahrtsbruderschaften, Gebetsbruderschaften, Krankenpflegebruderschaften oder Brandbruderschaften. Man kann in diesem Zusammenhang auch von frühen Solidargemeinschaften sprechen.

Vermutlich haben sich aus diesen beiden Strömungen die Schützen-bruderschaften entwickelt, wie wir sie heute kennen: gesellige Vereinigungen, die den Schießsport ausüben und eine enge Bindung zu Kirche haben.



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